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Die weitere Sozialarbeit in Hanoi ist davon abhängig, ob es AdA gelingt, die aufgebaute Infrastruktur zu erhalten. Die Vermittlung verlassener vietnamesischer Kinder ist derzeit aufgrund fehlender Kooperationsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der sozialistischen Republik Vietnam nicht möglich.

Die von AdA aufgebaute Sozialarbeit wird im Wesentlichen geleistet von dem im Mai 2003 gegründeten KiVie e.V., Verein zu Hilfe bedürftiger vietnamesischer Kinder (www.kivie-ev.de). KiVie informiert engagiert über die Situation im Land und sammelt Spenden. KiVie verfolgt vor allem das Ziel, für bedürftige Kinder Bedingungen zu schaffen, dass sie in ihrer Heimat und möglichst bei ihren Familien bleiben können. Daneben bietet der Verein einen organisatorischen Rahmen für Kontakte unter Familien, die Kinder aus Vietnam adoptiert haben.

Folgende Projekte sind dem Förderverein und AdA besonders angelegen:

Englischunterricht im Waisenheim Tu Liem, Hanoi/Vietnam
Mit Einnahmen aus Patenschaften kann im Waisenhaus Tu Liem Englisch unterrichtet werden. Die Waisen in den vietnamesischen Kinderheimen sind mit dem Allernotwendigsten versorgt. Nach ihrer Entlassung im Alter von 16 Jahren sitzen sie jedoch auf der Straße.

Deshalb entstand die Idee, diesen Kindern während ihres Heimaufenthaltes eine Ausbildung zu geben, die ihnen später Beschäftigung in dem ständig wachsenden Tourismussektor verschaffen kann. Ziel ist es, in mehreren Heimen in den nächsten Jahren einen solchen Englischunterricht durchzuführen. Adoptiveltern konnten sich bereits vor Ort ein Bild davon machen.

Medizinische Behandlungen für mittellose Familien und ihre Kinder
Die medizinische Versorgung ist besonders in entlegenen Gebieten mangelhaft. Deshalb wird Kindern, die unter Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Verbrennungsnarben, Entstellungen, unbehandelten Brüchen u.a. leiden, eine operative Behandlung ermöglicht. Internationale Ärzteteams arbeiten oft kostenfrei, aber der Transport der Kinder zu den Behandlungsorten, die Vorbereitung und Unterbringung (oft gemeinsam mit ihren Eltern), Verpflegung und Nachsorge müssen finanziert werden.

Betreuung HIV-positiver Kinder
Ein weiteres Projekt ist ein sog. HIV-Zimmer in einem Kinderkrankenhaus in Hanoi, da die Immunschwächekrankheit auch in Nordvietnam zunimmt. Verlassene Kinder, die HIV-positiv getestet wurden, werden nur notdürftig versorgt und in separaten Gitterbetten verwahrt. Ziel dieses Zimmers ist es, eine adäquate Versorgung durch ausgebildetes Personal zu gewährleisten und den Kindern mehr Bewegungsfreiraum zu verschaffen.

 
         
         
   
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