Nachrichtenarchiv
Dezember 2009
Weihnachten in Kolumbien
Die vorweihnachtliche Zeit in Kolumbien beginnt am 7. Dezember mit der Noche de las Velitas, der Nacht der Kerzchen, zu Ehren der Jungfrau Maria. An diesem Tag werden im ganzen Land die weihnachtlichen Beleuchtungen auf den Straßen und in den Häusern angemacht. Viele Familien nutzen diesen Tag, um die verschiedenen Krippen in den Kirchen zu besuchen. In vielen kleineren Städten sitzt man abends zusammen und bereitet Natilla vor, eine Art Vanillepudding, der in einer großen Kupferschale zubereitet und über Stunden gerührt wird. Oft wird mit Gitarre, Akkordeon und Gesang dazu musiziert und natürlich viel Salsa getanzt.
Der 8. Dezember ist in ganz Kolumbien der katholische Feiertag Inmaculada Concepción (Tag der unbefleckten Empfängnis).
Am 16. Dezember, neun Tage vor dem 25. Dezember, fängt die Novena an. In den meisten Haushalten werden an diesem Tag Weihnachtsbäume oder Krippen aufgestellt und geschmückt. Jeden Tag bis zum Heiligen Abend verbringen die Kolumbianer bei Verwandten, Nachbarn oder Freunden. Nach traditionellen Gesängen, gemeinsamen Gebeten und Gedichten werden meist Tamales gegessen, dazu trinkt man heiße Schokolade aus Rohkakao, in die Käsewürfel getunkt werden, die dann wunderbar schmelzen. Als Nachspeise gibt es oft Natilla oder Bueñuelos mit Sirup. Auch an diesen Abenden wird oft Salsa, Cumbia, Vallenato, Bambuco u.a getanzt.
Kinder sind in diesen Tagen der Mittelpunkt in den Familien, meist ziehen sie verkleidet als Könige, Hirten, Maria und Josef in der Nachtbarschaft herum und erhalten für ihre Gebete und Gesänge Süßigkeiten.
Familien mit kleinen Kindern machen am 24. Dezember abends die Bescherung, um Mitternacht geht man in die Kirche zur sogenannten Misa de Gallo (Christmesse) und dann folgt meist ein großes Feuerwerk.
In traditionellen Familien kommen die Geschenke vom Niño Dios erst am 25. Dezember in der Früh. Mit einem feierlichen, sich oft bis in den Abend ziehenden Mittagessen, klingt dann der Tag aus. In Bogotá und anderen Teilen Kolumbiens ist das typische Weihnachtsessen eine Suppe namens Ajiaco, dazu trinkt man Bier oder Wein.
Es ist eher eine fröhliche Zeit. Man nimmt sich die Zeit, sich mit Freunden und Familie zu treffen. Auch wenn es auf den Straßen sehr hektisch hergeht, sind die Leute eher froh gestimmt und bereiten sich auf das Jahresende vor. Die Weihnachtszeit oder das Neujahr klingen dann mit dem 6. Januar, dem Tag der heiligen drei Könige, aus. Anders als in Spanien, wird zwar der Feiertag wahrgenommen, aber es findet keine Bescherung statt. An diesem Tag werden dann die Krippe und der Weihnachtsbaum abgebaut und in die jeweiligen Kisten für das kommende Fest gepackt.
Marion Gaedicke: Wunschkind
Geschichte einer Adoption
Buchpräsentation am 02.11.09 im Renaissancetheater Berlin
Anlässlich der Buchpräsentation fand eine öffentliche Diskussion zum Thema Auslandsadoption statt, an der u.a. Monika Müllers-Stein teilnahm. Die Anwesenheit der Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zeigt, dass die neue Regierung gesprächsbereit ist. Wir hoffen sehr, dass die seit Jahren formulierten Anregungen der staatlich anerkannten Adoptionsvermittlungsstellen endlich Gehör finden und sehen optimistisch den kommenden Gesprächen entgegen.

Von links nach rechts: Die Moderatorin Maybrit Illner, Marion Gaedicke (Autorin), Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Justizministerin), Monika Müllers-Stein, Frank Licht (Zentrale Adoptionsstelle Berlin-Brandenburg)
Kolumbienreisen
Die erste AdA-Reise nach Kolumbien fans im August 2007 statt. Den folgenden Berichten entnehmen Sie je einen ganz persönlichen Eindruck:
Zweite AdA-Reise nach Kolumbien im Juli 2008
Berichte von Teilnehmern:
Dritte AdA-Reise nach Kolumbien im August 2009
- Bericht (PDF) der Mitarbeiterin von AdA Bogotá, Maria Fernanda Trujillo
KIDSAVE COLOMBIA
... weil jedes Kind eine Familie braucht
Unter diesem Begriff firmiert ein Projekt, das mit Unterstützung des ICBF entwickelt wurde, um älteren Kindern eine Chance zu geben, Eltern zu finden und in einer Familie aufzuwachsen. Gezielt werden verlassene Kinder im Alter zwischen 7 und 14 Jahren, die in Pflegefamilien oder Institutionen leben, darauf überprüft, ob sie für das Programm von Kidsave in Frage kommen.
Susana Katz-Heieck sprach in einem Interview für PICCOlino (PDF, 2/2008, Informationsmagazin des Bundesverbandes PICCO e.V.) über das neue Adoptions-Programm „KidSave Colombia“.
>>> weitere Informationen
Mitwirken an einer Fernsehproduktion?
Falls Sie angesprochen werden, an einer Fernsehproduktion mitzuwirken oder ein Zeitungsinterview zu geben, lesen Sie bitte vorher diesen Medienleitfaden (PDF).
Gerne leiten wir auch Anfragen von Produktionsfirmen an Sie weiter, übernehmen aber keine Gewähr für die seriöse Darstellung der Reportage. Wir bitten Sie, die Empfehlungen des Leitfadens ernstzunehmen und zu befolgen.
Gemeinsame Position des Arbeitskreises der Adoptionsvermittlungsstellen:
Adoptionsberatung braucht Vertrauen und Diskretion
Das Gelingen einer Adoption hängt in hohem Maße von der Qualität der Adoptionsberatung ab. Eine gute Adoptionsberatung kann nur in einem vertrauensvollen, geschützten Klima stattfinden. Diskretion ist Sache nicht allein der Vermittlungsstelle. Wenn Teile der Beratungsgespräche im Internet oder anderweitig öffentlich diskutiert und kritisiert werden, wird Vertrauen zerstört. Die beratende Person kann sich, wenn sie überhaupt von den Vorgängen erfährt, gegen Vorwürfe nicht wehren. Selber in die Offensive zu gehen und Verzerrungen klarzustellen, ist ihr gesetzlich verboten.
Haben Sie, sehr geehrte Adoptionsbewerber, bitte Verständnis dafür, dass wir den Vermittlungsprozess abbrechen müssen, wenn das Vertrauensverhältnis auf diese Weise gestört wird.
Auch Adoptivkinder haben Anrecht auf den Schutz ihrer Privatsphäre
Leider stößt man im Internet, aber auch in anderen Medien, immer häufiger auf Berichte von Adoptiveltern, die detailliert über die Geschichte ihres Kindes Auskunft geben, und dabei nicht zögern, auch Probleme, Auffälligkeiten, ja schwere Störungen des Kindes der Öffentlichkeit preiszugeben. Das verstößt massiv gegen das Recht des Kindes auf den Schutz seiner Privatsphäre. Adoptivkinder, die eine schwierige Vorgeschichte haben und oft erst nach Irrwegen einen erträglichen Lebensweg finden, haben ein ganz besonderes Anrecht auf den Schutz ihrer Persönlichkeit. Es wird sie zutiefst kränken und verstören, wenn sie voraussetzen müssen, dass "die halbe Welt" über ihre Schwierigkeiten informiert ist oder sie sogar von fremden Personen auf ihre Probleme angesprochen werden.
Wir dürfen Sie, sehr geehrte Adoptiveltern, darum herzlich bitten, keine entsprechenden Daten ihres Kindes ins Internet zu stellen oder über andere Medien zu verbreiten. Wie es um ihr Kind steht, geht nur Sie und das Kind etwas an.
Auslandsadoption: Vor- und Nachteile
Am 13.6.2007 sprach Susana Katz-Heieck mit anderen Gästen bei "Johannes B. Kerner" über Adoptionsvermittlung - ein Video-Mitschnitt ist bei www.zdf.de zu sehen.
Rundbriefe
Kolumbien November 2007 (PDF)
Kolumbien Juni 2007 (PDF)
Brasilien April 2008 (PDF)
Brasilien November 2007 (PDF)
Tschechien Dezember 2008 (PDF)
Tschechien Oktober 2008 (PDF)
Tschechien Dezember 2007 (PDF)
September 2006
Ein Brief von Frau Dr. von der Leyen
In unserem Jahresrundbrief haben wir Sie aufgefordert, zu den seit 01.05.2005 erhobenen Gebühren für die Erstellung des Sozialberichts Stellung zu nehmen. Bis Mitte April erreichten uns viele Schreiben, von denen wir eine repräsentative und aussagedifferenzierte Auswahl gemeinsam mit unserem Brief (als PDF-Datei zu laden) an das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend weitergeleitet haben. Wir haben uns auf diese Auswahl beschränkt, um eine realistische Chance zu haben, dass die Briefe auch gelesen werden.
Das Ministerium hat uns im September in einem sechsseitigen Brief geantwortet, den Sie hier ebenso als PDF-Datei (2 MB) laden können.
Juni 2006
Fußballstars zum Anfassen
Eine größere Überraschung hätte man den kleinen "Colombianos" gar nicht machen können: um kurz vor 11 Uhr am 31.05. erfuhr AdA, dass den Adoptivkindern kolumbianischer Herkunft und ihren Familien und Freunden der Eintritt zum nicht öffentlichen Training der kolumbianischen Nationalmannschaft in Neuss am gleichen Abend gewährt werden würde. Die Telefonkette funktionierte und pünktlich um 18.30 Uhr erwarteten am Stadion an der Hammer Landstraße über 30 Adoptivfamilien aus NRW die Fußballer. Weil die Fluggesellschaft, mit der die Mannschaft aus Polen angereist war, einen Teil des benötigten Gepäcks nicht transportiert hatte, fiel zwar das Training aus, aber die sympathischen Spieler ließen sich den anschließenden Überfall durch begeisterte Kinder in kolumbianischen Nationaltrikots in ihrem Hotel gerne gefallen.
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