Vietnam
Die Zusammenarbeit mit Hanoi/Vietnam entwickelte Gerd-Elisabet Blasberg 1997 vor Ort in Hanoi. Gerd-Elisabet Blasberg hatte zuvor jahrelang als Repräsentantin der norwegischen Zentralen Behörde in Bogotá gearbeitet und den Start von AdA in Kolumbien mit initiiert. Damit wurde erstmals die Gründung einer deutschen Repräsentanz für Adoptionsbewerbern geschaffen.
    
Vietnam ist noch kein Vertragsstaat im Sinne des Haager Übereinkommens. Es ist aber von Seiten der vietnamesischen Behörden die Absicht erklärt worden, dem Übereinkommen beizutreten. Solange diese Absicht nicht umgesetzt wurde, sind Fremdadoptionen nicht möglich.

Foto: Besuch des Leiters der Abteilung für Internationale Adoption des Justizministeriums Hanoi, Dr. Vu Duc Long, Februar 2006.
Auch in Vietnam baut die AdA neben der Vermittlungstätigkeit für verlassene vietnamesische Kinder kontinuierlich ein Sozialwerk für bedürftige Kinder und ihre Familien auf.
Es gibt inzwischen mehrere Hilfsprogramme für Straßenkinder in Hanoi, die sehr gute Erfolge erzielt haben wie zum Beispiel das Projekt einer Bäckerei- und Gastronomieschule mit angeschlossenem Restaurant. Auch die Durchführung von chirurgischen Operationen in entlegenen Gebieten mit mangelhafter medizinischer Versorgung und ohne Anbindung an Krankenhäuser gehört dazu. Geholfen wird vor allem Kindern, die unter Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, Verbrennungsnarben, Entstellungen, unbehandelten Brüchen u.a. leiden.
Ein zukunftsweisendes Projekt ist die Verbesserung der Schulausbildung in einem Kinderheim, in dem nicht nur die englische Sprache sondern auch Informatikkenntnisse vermittelt werden. Waisen in vietnamesischen Kinderheimen werden neue Möglichkeiten eröffnet, in dem ständig wachsenden Tourismussektor eine Beschäftigung zu finden.
Alle diese Aktivitäten werden mit Hilfe der Spenden finanziert, die die AdA vor allem von Adoptivfamilien erhält. Um diese Sozialarbeit noch besser fördern zu können, wurde gemeinsam mit Adoptiveltern vietnamesischer Kinder ein Förderverein gegründet (KiVie e.V.), der engagiert über die Situation im Land informiert und Spenden sammelt.
Frau Blasberg wurde für ihre engagierte Arbeit als Vertreterin von AdA, und damit der deutschen Adoptivfamilien, mit der höchsten staatlichen Auszeichnung geehrt.
Das Foto zeigt sie mit dem Vizeminister des Ministeriums für Soziales im November 2003. |